Territorial liegt die Ortschaft Appenzell auf dem Gebiet der Bezirke (politische Gemeinden) AppenzellSchwende und Rüte, wobei der grösste Teil des Dorfes dem Bezirk Appenzell angehört.

Wegen der Zugehörigkeit zu verschiedenen Bezirken wurde schon im 16. Jahrhundert für gemeindeübergreifende Aufgaben wie Baupolizei, Feuerwehr oder Wasser- und Energieversorgung eigens eine Spezialgemeinde gegründet, die Feuerschaugemeinde, welche das ganze Dorf Appenzell einschliesslich seiner Aussenquartiere umfasst.

Appenzell, im hochalemannischen Ortsdialekt Appezöll mit Betonung auf der letzten Silbe, wurde 1071 in der Form Abbacella erstmals erwähnt. Weitere frühe, aber gelehrt latinisierte Bezeugungen sind 1223 de Abbatiscella und 1244 in Abbatis Cella. Der Ortsname ist eine Zusammensetzung von althochdeutsch abbat «Abt» und althochdeutsch zëlla «Zelle, Kapelle; Speicher, Sammelstelle für Abgaben, Wirtschaftshof» und bedeutet damit «Wirtschaftshof des Klosters St. Gallen, Regionalstelle für die Naturalienabgabe, die der Grundherr (Abt) im inneren Landesteil erhebt».[1][2]

Appenzell ist das touristische Zentrum des Appenzellerlandes und Ausgangspunkt für Wanderungen ins Alpsteingebiet von Norden her. In dem sehenswerten Dorf kann man sich auch mit appenzell-typischen Souvenirs, etwa Alpaufzug-Motiven, eindecken.

Das Ortsbild Appenzells ist geprägt durch die Bauten aus der Zeit nach dem Brand von 1560. Teils bunt bemalte Holzhäuser mit geschweiften bzw. gebrochenen Giebeln verleihen ihm seinen besonderen Charakter, der am ursprünglichsten von den Häuserreihen in der Hauptgasse vermittelt wird. Typisch für den einheimischen Stil sind unter anderem die Häuser «Kreuz» und «Raben» an der Hauptgasse sowie die geschlossene Häusergruppe beim Gasthaus Falken an der Gaiserstrasse. Der Landsgemeindeplatz mit der Gerichtslinde ist von hohen und niedrigen Bauten unregelmässig begrenzt.

Quelle: Wikipedia